Was macht eine Gruppe junger Informatiker an einem gewöhnlichen Freitagabend?
Richtig! Wir ertränken einen oder möglichst mehrere Hasen in Möhrensaft.

Glaubst du nicht? Dann lies weiter...


Natürlich wurde an diesem Freitag kein Kaninchen auf dem Möhrenaltar der Informatik geopfert. Vielmehr haben wir uns zusammengerottet um einen Abend lang mit der Nintendo Wii zu spielen.
Bei den Tierchen handelt es sich um die bösen, außerirdischen Hasen aus "Rayman Raving Rabbits", die gerade unsere Strandbar angreifen, die wir panisch zu verteidigen versuchen. Unsere einzige Waffe: ein Kanister mit Möhrensaft, den wir durch schnelle Auf- und Abbewegungen der linken Hand auspumpen. Diesen Strahl von Möhrensaft zielen wir auf die Taucherbrillen der fiesen Alien-Hasen und füllen die Brillen bis zum oberen Rand. Nur so lässt sich die Invasion aufhalten.

Das Ganze geht nicht nur in den Arm, sondern auch ganz erheblich auf die Lachmuskulatur - selbst oder sogar insbesondere beim Zuschauen.

Zwei weitere Spiele, die wir uns gegeben haben:

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Gar nicht schlecht für einen Anfänger...

 


Big Brain Academy - ein Intelligenzspiel, bei dem man in Minispielen verschiedene Fähigkeiten des eigenen Hirns anspricht, etwa Algebra, Analytik oder Vision. Euer FabGuy hat es dabei auf einen respektablen Wert für einen Anfänger gebracht und zeigte besondere Stärke im Bereich Vision. Bei Analytik habe ich aber Schwächen. Insgesamt reicht es zum Titel des "Wettmeister"s, was immer das auch heißen mag. Andere Spieler hatten da schon schönere Berufe, etwa "Börsenmakler" oder "Fotograf" - nur einer von uns hatte Pech und wurde zum "Programmierer" gekürt - da weiß man, dass man keine bessere Veranlagung hat ;-)

Wii Sports - der Klassiker schlechthin. Wir haben Tennis im gemischten Doppel gespielt, ein Kollege hat es mit Golf versucht und auch der Boxring wurde bestiegen. Im ersten Kampf trat ich gegen eine blutige Anfängerin an, die zwei Köpfe kleiner ist als ich - und wurde schamlos vermöbelt.
Der Kampf lief über zwei Runden, aber bereits in der ersten lagen beide Kontrahenten ein Mal auf der Matte. Der Kampf war immer recht knapp und am Ende entschieden zwei böse Treffer auf die Zwölf den Kampf für meine Kollegin - nochmals Gratulation an dieser Stelle.
Mein zweite Kampf war da schon von anderem Kaliber. Der Gastgeber ließ sich überzeugen, gegen mich anzutreten und es wurde schnell klar, dass sich ebenbürtige Kämpfer gegenüber - naja - saßen. Der Kampf wurde als Abwehrschlacht mit kurzen Vorstößen geführt - die Deckung war bei beiden dicht und bewegte sich mit den Fäusten des Gegners. Hin und wieder ein Schlag auf Kopf oder Körper und sofort wieder die Deckung zu.
Der Kampf ging demnach auch über die volle Distanz und keiner konnte den Kontrahenten auf die Bretter schicken - die Ringrichter entschieden dann Zugunsten des Gastgebers. Eine faire Entscheidung, die ich nach dem Spaß auch gern annahm. Bis zu diesem Zeitpunkt wusste ich nicht mal, dass man das Spiel auch ohne Knock-Out gewinnen kann.

Zu diesem elektronischen Spaß wurden Gemüsestreifen gereicht um die Kämpfer bei Kräften zu halten und gegen den Durst gab es Cocktails. Ich selbst hatte mein Cocktail-Set dabei und servierte eine "Coconut Kiss"-Variante und "Pina Coladas".

Aber noch ein paar Episoden aus dem Leben der Hasen: in einem der Minispiele darf man als Chormeister jenen kleinen Miesling schlagen, der falsch singt. Wenn es einem gelingt, so geht ein Seufzer durch den Chor, bis der nächste Querulant schiefe Töne anschlägt. Ein holländischer Kollege zeigte hier besondere Befriedigung - als Fan klassischer Musik kann er Misstöne wohl nicht ausstehen und empfindet die Ordnung als besonders schön. Oder er schlägt gern kleine Häschen.
Andere Spiele haben neben den Hasen noch andere Protagonisten. Etwa eine arme, alt Kuh, die als Wurfgeschoss herhalten muss. Ja, Wurfgeschoss! Ehrlich. Man nimmt sie an der Kette, dreht sich wie ein Diskuswerfer und lässt im richtigen Moment los. Hier kann es bei unsachgemäßer Befestigung des Kontrollers am Arm schon mal zu Schäden am Equipment kommen - zum Glück war das hier nicht der Fall.

An dieser Stelle danke für die Einladung an den Gastgeber und danke für den Spaß an die Mitspieler!
Da ich auf den Bildern nicht zu sehen bin und noch keine Freigabe habe, die Bilder zu veröffentlichen, sind diese noch unter Verschluss.

Noch zwei warnende Hinweise:
1. Nach einem solchen Abend sollte Sport nur von erfahrenen Spielern ausgeführt werden. Gelegenheitsspieler bezahlen das Spielen und auch den Sport mit Muskelkater. (Aua...)
2. Nicht in Echt versuchen! Kühe lassen sich nicht werfen. Hasen sollten nicht ertränkt werden. Nicht mal in Möhrensaft! Das ist böse!! Wirklich! Also lasst es, okay?