Ahhhh... neuer Tag, neues Glück! Ich habe ab 2 Uhr morgens geschlafen und insofern auch prima bis halb 7 oder so. Das war dann auch prima, da ich die ersten Sonnenstrahlen über Auckland beobachten und dann einen kleinen Spaziergang durch die Stadt machen konnte. Vor sieben macht übrigens auch in Auckland kein Geschäft auf und die Cafe-Besitzer schauen dich komisch an.

Auckland vom Hafen aus
Auckland vom Hafen aus


Mitten in der Stadt im Supermarkt hab ich Brötchen geholt - angeblich Ciabatta, aber tatsächlich ziemlich süß und extra-weich. Tee gibt es auf dem Hotelzimmer und so gab es Frühstück mit Nudossi-Brötchen und Tee.
Anschließend bin ich zum Hafen runter und habe ziemlich beeindruckende Schiffe gesehen - ob die 20 Meter hohen Masten irgendwelche Defizite überdecken sollen konnte ich nicht fragen, die Jungs an Bord waren alle am Arbeiten.
Anschließend ging es ins Maritime Museum. Eine wirklich schöne, kleine Ausstellung mit allerlei Booten aus den verschiedenen Besiedlungswellen. Wirklich riesig war dann das America's Cup Boot. Einschließlich augumented reality Bildschirm, den man drehen konnte und Menschen auf dem Boot eingeblendet bekam.

Mein Mast ist der höchste...
Mein Mast ist der höchste...

Auckland zeigt sich von seiner sonnigsten Seite und ich habe tapfer/leichtsinnig die Regenjacke im Hotel gelassen. Sonne ist auch ziemlich komisch, wenn es an jeder Ecke Weihnachtspacks zu kaufen gibt. Den humorigsten Gegensatz finde ich aktuell den Weihnachtsmann mit Rentiere auf der einen Straßenseite und den Ripcurl-Laden auf der anderen - "A bikini kinda christmas".

Weihnachstdeko im Sommer
Weihnachstdeko im Sommer

Falls also jemand noch dringend nen Bikini braucht und seine UK-Größe kennt - einfach mal Bescheid  geben. Aber zügig - morgen geht es weiter!
Nach einem kleinen Mittagsschlaf geht es später noch ins Parnell Village und/oder den Auckland Domain Park. Beides fussläufig zu erreichen und mit Sicherheit etwas Zeit wert.

Bikini Christmas
Bikini Christmas

So! Neuseeland hat mich wieder! Nach dem Flug nach Singapur im A380 (ich hätte mir jetzt mehr erhofft, aber in der Holzklasse ist nicht viel zu holen), ging es nochmals knapp 10 Stunden bis Auckland.
Der zweite Abschnitt war ein gefühltes Downgrade, da hier der Bildschirm am Sitz kleiner und auch die Filmauswahl geringer war.

Da sich die Frage sicherlich vor Allem meine Tanten stellen: nein, ich bin nicht verhungert und hier unten seht ihr eine Auswahl der Speisen, die geboten wurden. Ich war mutig und habe mich an die thailändische Küche gehalten.
Von den vielen Pilzen war ich nicht sonderlich angetan. Dafür war das Eis toll!

Singepore Airlines EssenSingepore Airlines Essen Singepore Airlines EssenSingepore Airlines Essen Weihnachtsstimmung im FliegerWeihnachtsstimmung im Flieger

Und es gab kostenlos Baileys und diverse Cocktails. Ich habe natürlich nicht zugegriffen, zumal mein Hals- und Nasentrakt seine üblich Ich-habe-keinen-Stress-mehr Show abzieht und meint ich wollte mal krank werden. Nix da.

Da mein Bruder mich das sowieso fragt, hab ich mir aufgeschrieben, welche Filme ich gesehen habe:

  • Gotham Season 1 Episoden 1, 2 und 3
  • The big bang theory Season 8 Episoden 1-4
  • Agents of S.H.I.E.L.D Season 1 Episode 14 oder so
  • Guardians of the Galaxy
  • Banklady (deutsch!)
  • Lucy
  • die Hälfte von Hercules
  • die ersten 10 Minuten von "Only lovers left alive"

Ich habe mich darüber gefreut, dass die alle auf English waren, konnte aber auf dem zweiten Abschnitt nicht mehr viel schauen. Den Bildschirm fand ich zu klein und irgendwie  war dann auch die Luft raus.
Ich habe mir daher ein Hörbuch gegeben: The Kill List. Fing ganz gut an, aber ich konnte es auch nicht zu Ende schauen.

Tja... in Auckland durfte ich dann den Koffer auspacken - merkt euch, dass Honig nicht willkommen ist. Konfitüre ist okay, aber Honig zu gefährlich.
Da die Grenzbeamten hier unten aber unglaublich freundlich sind, musste ich den Koffer nicht komplett leer machen und es hat auch niemand gewühlt - ich hatte ja auch direkt gesagt, dass ich was habe.
Wanderstiefel sollte man an haben - da ist es auch sehr einfach die Reinheit zu kontrollieren.

Und dann zweiter Schock - 60€ fürs Taxi nach Auckland mit der Aussicht übermorgen nochmal genau diesen Preis zu zahlen um bis zur Camper-Vermietung zu kommen.
Egal - das Hotel ist schön.

Eis im FliegerEis im Flieger

Auch bei der dritten Reise nach Neuseeland kann ich nicht unbedarft Losfliegen und es auf mich zukommen lassen.

Darum hab ich auch dieses Mal etwas an Vorbereitungszeit investiert und die Reise in Excel (Also LibreOffice Calc) eingezwängt.

Folgende Listen sind es dieses Mal:

  • Wechselkurs-Liste
    • der erste Teil der Liste übersetzt Euro in NZ-Dollar und
    • der zweite Teil der Liste übersetzt anders herum
    • Das Format ist möglichst klein, damit es in die Brieftasche passt und jederzeit dabei hilft zu wissen, was es kostet.
  • Adressliste
    • Einfach alle Freunde und Bekannten, die eine Urlaubskarte kriegen sollen
    • Für Fortgeschrittene: einfach gleich auf Etiketten drucken
  • Budgetliste
    • Na... das ist wohl sowohl das Schwierigste und Wichtigste. Man sollte schon vorher wissen, ob das Konto reicht.
    • Ich setze etwa 40 NZ$ pro Tag für die Unterkunft an. Manchmal wird es teurer, manchmal billiger.
    • Essen ist natürlich ein anderer großer Punkt. Je nach dem, ob man immer auswärts futtert, oder dann doch lieber selbst im Camper kocht, kann man natürlich diesen Posten beeinflussen.
    • Dazu kommt ein Betrag für Aktivitäten - also alles vom Bungeesprung über Zoobesuche hin zum Ausritt auf den Spuren von Hobbit & Herr der Ringe. Hier bietet sich an, sich einfach gegenseitig, oder im Spiegel anzusehen und eine Zahl zu sagen. Die dann noch mal verdoppeln, weil maan vermutlich nicht so bald zurück kommt und es wirklich ausnutzen sollte.
    • Sprit - wieder so ein Punkt, den man schlecht kalkulieren kann. Online findet man aktuelle Preise und dann muss man schätzen, wie weit man fährt und was der eigene Camper verbrauchen wird. Ich habe mal 5.000 Kilometer angesetzt und 15 Liter auf 100km. Das ist eher konservativ geschätzt, aber lieber zu viel Budget also zu wenig.
  • Einkaufsliste
    • Gerade der initiale Einkauf wenn man den Camper gerade übernommen hat ist wichtig. Man kauft Gewürze und die Grundausstattung.
    • Ich habe die Liste so gestaltet, dass ich sie ausdrucken kann und damit auch gleich eine Übersicht, was ich noch irgendwo im Camper haben sollte.
    • Die Liste sollte man ein Mal mit der eigenen Küche abgleichen, damit man sicher ist, dass man nichts vergessen hat, was man brauchen wird.
  • Packliste
    • Finde ich ganz wichtig, auch wenn es total nervig ist.
    • Hier steht alles drin, was ich mit nehme. Und in welchem Koffer.
    • Das hilft ungemein, falls doch mal ein Koffer abhanden kommen sollte. Man kann auch schauen, was man noch im Camper finden sollte, wenn man vor der Abreise packen geht.
    • Und bei der Einreise ist es auch hilfreich sagen zu können, wo die Schuhe sind, die wegen Bio-Hazard unbedingt vorgezeigt werden müssen. Da ich auch Gewürze mitnehme ist das sicher auch nützlich die genau benennen zu können.
    • Fortgeschrittene schreiben auch den Englischen Namen dazu um Rede & Antwort stehen zu können.
  • Route
    • Das ist auf jeden Fall das interessanteste und schwierigste Dokument.
    • Wo willst du hin und an welchem Tag? Wie lang brauchst du zwischen den zwei Zielen?
    • Ich habe die Seite ZeeMaps genutzt um die optimale Reihenfolge meiner Ziele zu finden.
    • Über Rankers findet man gute Campingplätze und auch ein paar Attraktionen.
    • Für diese Liste sollte man sich echt Zeit nehmen. Die Route ist das A&O.
    • Aber macht euch nichts vor: ihr werdet die Liste auf der Fahrt dauernd anpassen und ändern, weil ihr den Plan umschmeißt. Und das macht auch noch Spaß!

Die Listen lade ich euch vielleicht hoch, oder ich mach mal Copy&Paste oder als PDF.

Aber nicht mehr heute - ich hab will euch mit meiner Route ja noch überraschen!

 

Nach unserem Besuch in Hokitika treibt es mich die Westküste entlang weiter nach Süden.

 

Wieder geht es durch abwechslungsreiche und fantastische Landschaften. Immer wieder geht es über einspurige Brücken, die über atemberaubend blaue Flüsse gespannt wurden.

 

Bleuweisses Wasser in einem Fluss an der West Coast (NZ)

 

Diese spezielle Färbung stammt vom Felsenmehl, welches vom Wasser mitgeschleppt wird.

 

Auch fällt auf, dass sich die Landwirtschaft ändert. Es bleibt bei der Viehzucht, aber Rinder werden seltener, dafür sind endlich riesige Mengen an Schafen zu sehen. Außerdem etwas, dass es vor vier Jahren in diesem Maße nicht gab: Rotwild.

 

Das wurde wohl erst in den 70er Jahren als Produkt entdeckt und ist schon durch die eine oder andere Krise gegangen, wie das Manager Magazin schreibt.

 

Rotwildhaltung in Neuseeland

 

Rotwildhaltung in Neuseeland