Das Ziel für heute ist erreicht - ein Campingplatz in der Nähe von Rotorua. Eigentlich ist das hier sehr nahe bei Taupo, wo es erst nach Rotorua hin gehen sollte. Naja... wieder mal Umplanen.


Die Gastgeber hier sind sehr nett und redseelig. Ich bekomme sogar ein Stück Rum-Rosinen-Keks als ich nach Waschmittel frage. Das muss ich dann etwas später dezent entsorgen - Rosinen und Rum...


Der Campingplatz ist sehr idyllisch gelegen - mitten im Wald. Dazu haben die Besitzer einen kleinen Zoo an Tieren gezüchtet, die frei auf dem Platz herumlaufen. Also Campertür immer schön zu lassen, sonst sitzt die Entenmama mit ihren Jungen am Tisch.





Der Ort Matamata nennt sich auch "Hobbiton", da nicht weit entfernt das Set von Herr der Ringe und Der Hobbit steht. Die Tour dort hin ist leider verdammt teuer und ich bin spät dran. Daher müssen Fotos vom Tourits-Info und dem Ortsschild reichen.


Heißer Tipp: die Toiletten gleich hinter der Touristinfo sind super!


Gollum in Matamata


Tourist-Info ganz im Hobbit-Stil

Der nächste geplante Halt ist Trounson Kauri Park - ein D.O.C Campingplatz ziemlich im Westen der Nordinsel, nördlich von Auckland. Diese Strecke bietet wunderschöne, subtropische bis tropische Wälder direkt an der Straße. Alle paar Meter möchte man anhalten und die Kombination aus Farnen, Schlingpflanzen und moosbewachsenen Bäumen fotografieren. Leider käme man so nicht ans Ziel.


Tane Mahuta  - der größe Kauribaum


Hier wird leider auch deutlich, dass man das deutsche Reisetempo komplett vergessen kann. Was daheim eine lockere halbe Stunde Fahrt über eine Landstraße ist, braucht hier gerne mal ne Stunde und führt an einmaligen Naturwundern vorbei. Das ist auch der Grund warum ich ab heute jeden Abend über dem Reiseplan sitzen werde und die Route neu justiere.


Diese Strecke führt auch vorbei an einigen der imposantesten Bäume Neuseelands, wenn nicht der ganzen Welt. Einen Stopp gönne ich mir am Tane Mahuta - dem God of the Forrest. Dieser Baum ist aktuell der größte Baum (gemessen an der Stammlänge) dieses Landes und wohl auch in der Weltrangliste ziemlich weit vorn.


Wirklich beeindruckend ist dann die Sicht, wenn man vom Baum etwas entfernt sitzt, wo eine Schneise geschlagen wurde um uneingeschränkte Sicht zu gewähren.

Das kleine Dorf Paihia liegt pitoresque an der Bay of Islands. Eigentlich hat er nichts zu bieten, aber an jeder Ecke gibt es Hotels und der Blick beim Morgenkaffee muss gigantisch sein.


Ich gehe dieses Mal ins Waitangi Treaty House - dem Nationaldenkmal Neuseelands. Hier wird einem erklärt, wie es zum Vertrag von Waitangi kam, welcher zwischen der britischen Krone und anfangs vierzig Maori-Stämmen geschlossen wurde.


Die Treaty Grounds sind geschichtlich wie landschaftlich spannend. Der Blick über die Bay ist fantastisch und ich bereue es nicht, die Cream Tour verpasst zu haben sondern meine Zeit so zu nutzen.


Strand von Paihia


Der Wald im Waitangi Treaty Grounds


Das Waka auf den Treaty Grounds - 80 Ruderer und 55 Gäste kann es befördern