Auch bei der dritten Reise nach Neuseeland kann ich nicht unbedarft Losfliegen und es auf mich zukommen lassen.

Darum hab ich auch dieses Mal etwas an Vorbereitungszeit investiert und die Reise in Excel (Also LibreOffice Calc) eingezwängt.

Folgende Listen sind es dieses Mal:

  • Wechselkurs-Liste
    • der erste Teil der Liste übersetzt Euro in NZ-Dollar und
    • der zweite Teil der Liste übersetzt anders herum
    • Das Format ist möglichst klein, damit es in die Brieftasche passt und jederzeit dabei hilft zu wissen, was es kostet.
  • Adressliste
    • Einfach alle Freunde und Bekannten, die eine Urlaubskarte kriegen sollen
    • Für Fortgeschrittene: einfach gleich auf Etiketten drucken
  • Budgetliste
    • Na... das ist wohl sowohl das Schwierigste und Wichtigste. Man sollte schon vorher wissen, ob das Konto reicht.
    • Ich setze etwa 40 NZ$ pro Tag für die Unterkunft an. Manchmal wird es teurer, manchmal billiger.
    • Essen ist natürlich ein anderer großer Punkt. Je nach dem, ob man immer auswärts futtert, oder dann doch lieber selbst im Camper kocht, kann man natürlich diesen Posten beeinflussen.
    • Dazu kommt ein Betrag für Aktivitäten - also alles vom Bungeesprung über Zoobesuche hin zum Ausritt auf den Spuren von Hobbit & Herr der Ringe. Hier bietet sich an, sich einfach gegenseitig, oder im Spiegel anzusehen und eine Zahl zu sagen. Die dann noch mal verdoppeln, weil maan vermutlich nicht so bald zurück kommt und es wirklich ausnutzen sollte.
    • Sprit - wieder so ein Punkt, den man schlecht kalkulieren kann. Online findet man aktuelle Preise und dann muss man schätzen, wie weit man fährt und was der eigene Camper verbrauchen wird. Ich habe mal 5.000 Kilometer angesetzt und 15 Liter auf 100km. Das ist eher konservativ geschätzt, aber lieber zu viel Budget also zu wenig.
  • Einkaufsliste
    • Gerade der initiale Einkauf wenn man den Camper gerade übernommen hat ist wichtig. Man kauft Gewürze und die Grundausstattung.
    • Ich habe die Liste so gestaltet, dass ich sie ausdrucken kann und damit auch gleich eine Übersicht, was ich noch irgendwo im Camper haben sollte.
    • Die Liste sollte man ein Mal mit der eigenen Küche abgleichen, damit man sicher ist, dass man nichts vergessen hat, was man brauchen wird.
  • Packliste
    • Finde ich ganz wichtig, auch wenn es total nervig ist.
    • Hier steht alles drin, was ich mit nehme. Und in welchem Koffer.
    • Das hilft ungemein, falls doch mal ein Koffer abhanden kommen sollte. Man kann auch schauen, was man noch im Camper finden sollte, wenn man vor der Abreise packen geht.
    • Und bei der Einreise ist es auch hilfreich sagen zu können, wo die Schuhe sind, die wegen Bio-Hazard unbedingt vorgezeigt werden müssen. Da ich auch Gewürze mitnehme ist das sicher auch nützlich die genau benennen zu können.
    • Fortgeschrittene schreiben auch den Englischen Namen dazu um Rede & Antwort stehen zu können.
  • Route
    • Das ist auf jeden Fall das interessanteste und schwierigste Dokument.
    • Wo willst du hin und an welchem Tag? Wie lang brauchst du zwischen den zwei Zielen?
    • Ich habe die Seite ZeeMaps genutzt um die optimale Reihenfolge meiner Ziele zu finden.
    • Über Rankers findet man gute Campingplätze und auch ein paar Attraktionen.
    • Für diese Liste sollte man sich echt Zeit nehmen. Die Route ist das A&O.
    • Aber macht euch nichts vor: ihr werdet die Liste auf der Fahrt dauernd anpassen und ändern, weil ihr den Plan umschmeißt. Und das macht auch noch Spaß!

Die Listen lade ich euch vielleicht hoch, oder ich mach mal Copy&Paste oder als PDF.

Aber nicht mehr heute - ich hab will euch mit meiner Route ja noch überraschen!

 

Nach unserem Besuch in Hokitika treibt es mich die Westküste entlang weiter nach Süden.

 

Wieder geht es durch abwechslungsreiche und fantastische Landschaften. Immer wieder geht es über einspurige Brücken, die über atemberaubend blaue Flüsse gespannt wurden.

 

Bleuweisses Wasser in einem Fluss an der West Coast (NZ)

 

Diese spezielle Färbung stammt vom Felsenmehl, welches vom Wasser mitgeschleppt wird.

 

Auch fällt auf, dass sich die Landwirtschaft ändert. Es bleibt bei der Viehzucht, aber Rinder werden seltener, dafür sind endlich riesige Mengen an Schafen zu sehen. Außerdem etwas, dass es vor vier Jahren in diesem Maße nicht gab: Rotwild.

 

Das wurde wohl erst in den 70er Jahren als Produkt entdeckt und ist schon durch die eine oder andere Krise gegangen, wie das Manager Magazin schreibt.

 

Rotwildhaltung in Neuseeland

 

Rotwildhaltung in Neuseeland

Heute morgen geht es nach Hokitika - dem Greenstone-Mekka Neuseelands. Wer etwas aus diesem Material haben will, oder sehen will, wie es bearbeitet und in Form geschliffen wird, der sollte hier einen Stop machen.


Wenn man diesen Uhrenturm hier sieht, steht man im Herzen der Stadt:


Uhrenturm von Hokitika


Mittlerweile bietet man hier nicht nur den Jada-ähnlichen Pounamu sondern auch besagte Jade und jede Menge Goldschmuck an.


Um weitere Attraktionen zu schaffen bemüht sich der Ort darum anders aufzufallen. Was vor vier Jahren noch nicht da war ist heute scheinbar eine große Sache: Die Strandgut-Ausstellung.


Hier ein paar Highlights:


Das Werk: Nichts anzuziehen


Die verschiedenen Werke sind kreativ und bestehen aus den Sachen, die man so am Strand finden kann (plus Verbindungsmaterial würde ich behaupten). Der diesjährige Wettbewerbssieger:


Gewinner: ein Steinway Flügel

Die Freundlichkeit Neuseelands und seiner Einwohner spiegelt sich an vielen Stellen wieder - angefangen bei Wegbeschreibungen, über Tipps bis hin zu Verkehrsschildern. Ja... Verkehrsschilder können freundlich sein.


Bei uns kennt man ja vor Allem Verbotsschilder im Straßenverkehr. Keine Fahrräder, keine Autos, Parkverbot, ...


Natürlich kennt man auch in Neuseeland Verbote. Besonders was das Einschleppen von Pflanzen und Tieren angehen, verstehen die Leute hier wenig Spaß. Trotzdem können auch Verkehrsschilder freundlich sein:


20130130-Hokitika-Hinweise


Neben dem Hinweis, dass man seinen Camper hier parken kann steht leider auch "No Camping" - man darf dort also nicht über Nacht stehen. Direkt darunter gibt es aber eine Karte mit dem Hinweis, wo man sich denn hinstellen darf. Daumen Hoch für Neuseeland!