Nach unserem Besuch in Hokitika treibt es mich die Westküste entlang weiter nach Süden.

 

Wieder geht es durch abwechslungsreiche und fantastische Landschaften. Immer wieder geht es über einspurige Brücken, die über atemberaubend blaue Flüsse gespannt wurden.

 

Bleuweisses Wasser in einem Fluss an der West Coast (NZ)

 

Diese spezielle Färbung stammt vom Felsenmehl, welches vom Wasser mitgeschleppt wird.

 

Auch fällt auf, dass sich die Landwirtschaft ändert. Es bleibt bei der Viehzucht, aber Rinder werden seltener, dafür sind endlich riesige Mengen an Schafen zu sehen. Außerdem etwas, dass es vor vier Jahren in diesem Maße nicht gab: Rotwild.

 

Das wurde wohl erst in den 70er Jahren als Produkt entdeckt und ist schon durch die eine oder andere Krise gegangen, wie das Manager Magazin schreibt.

 

Rotwildhaltung in Neuseeland

 

Rotwildhaltung in Neuseeland

Heute morgen geht es nach Hokitika - dem Greenstone-Mekka Neuseelands. Wer etwas aus diesem Material haben will, oder sehen will, wie es bearbeitet und in Form geschliffen wird, der sollte hier einen Stop machen.


Wenn man diesen Uhrenturm hier sieht, steht man im Herzen der Stadt:


Uhrenturm von Hokitika


Mittlerweile bietet man hier nicht nur den Jada-ähnlichen Pounamu sondern auch besagte Jade und jede Menge Goldschmuck an.


Um weitere Attraktionen zu schaffen bemüht sich der Ort darum anders aufzufallen. Was vor vier Jahren noch nicht da war ist heute scheinbar eine große Sache: Die Strandgut-Ausstellung.


Hier ein paar Highlights:


Das Werk: Nichts anzuziehen


Die verschiedenen Werke sind kreativ und bestehen aus den Sachen, die man so am Strand finden kann (plus Verbindungsmaterial würde ich behaupten). Der diesjährige Wettbewerbssieger:


Gewinner: ein Steinway Flügel

Die Freundlichkeit Neuseelands und seiner Einwohner spiegelt sich an vielen Stellen wieder - angefangen bei Wegbeschreibungen, über Tipps bis hin zu Verkehrsschildern. Ja... Verkehrsschilder können freundlich sein.


Bei uns kennt man ja vor Allem Verbotsschilder im Straßenverkehr. Keine Fahrräder, keine Autos, Parkverbot, ...


Natürlich kennt man auch in Neuseeland Verbote. Besonders was das Einschleppen von Pflanzen und Tieren angehen, verstehen die Leute hier wenig Spaß. Trotzdem können auch Verkehrsschilder freundlich sein:


20130130-Hokitika-Hinweise


Neben dem Hinweis, dass man seinen Camper hier parken kann steht leider auch "No Camping" - man darf dort also nicht über Nacht stehen. Direkt darunter gibt es aber eine Karte mit dem Hinweis, wo man sich denn hinstellen darf. Daumen Hoch für Neuseeland!

(Nachtrag)


Am Dienstag dem 22. bin ich auf dem Weg zum Trounson Kauri Park auch an Opononi vorbei gekommen. Der unscheinbare Ort hat meine Aufmerksamkeit nicht erregt, wohl aber die sehr hohe Düne.


20130122-Opononi-Ueberblick klein
(Klick für größeres Bild)


Man fährt gerade einen Hügel hinauf, der sich eigentlich als Berg qualifiziert und sieht plötzlich und für nur kurze Zeit etwas surreales. Strand, aber so hoch wie ein Berg. Dann verschwindet es wieder aus der Sicht, weil die nächste Kurve kommt. Dann wieder - Strand, nur riesig groß.


Ich habe also etwas waghalsig angehalten und ein paar Fotos gemacht. Nur um dann zwei Minuten später eines der vielen grünen Schilder zu sehen, die in Neuseeland sagen: "Besucher, halt doch mal an - hier gibt es was zu sehen!". Hätte ich mir das Abfahren und Auffahren auf der engen, schlecht einsehbaren Straße sparen können.


20130122-Opononi-Duene


Dank Google Maps weiß ich jetzt, dass dieser Hügel aus Sand einHUNDERT Meter hoch ist.


Ein weiterer toller Anblick ist der erste Blick auf die Tasmanische See. Die Wellen brechen sich an diesem Ort wunderschön und schon recht weit draußen. Man hört das Meer und wünscht sich hier zu bleiben und einfach zu genießen.