Nach einer eher kühlen Nacht am Fuße des Vulkans Ruapehu ging es heut morgen zum Aufwachen gleich auf einen kleinen Walk. Wie immer in Neuseeland: wunderbar hergerichtet mit Hinweisschildern, einem befestigten Weg und kleinen Holzbrücken, wo nötig.
Der Walk regt zwar den Kreislauf kein Bisschen an, aber für die müden, steifen Knochen ist es doch schön noch etwas zu laufen, bevor die Fahrt so richtig beginnt. Und für die Ohren und die Seele sind die absolute Ruhe und das saftige Grün wunderbar geeignet.

Die Fahrt gestaltet sich wieder wunderbar abwechslungsreich - im Tongariro trohnt der Ruapehu vor diversen Landschaften. Dann kommt eine hügelige Gegend voller Schafe, Wälder und sie durchkreuzende, mehr oder weniger reißende Flüsse. Dann wechselt das Bild zu endlosem, flachen Farmland um kurz vor Wellington wieder steil anzusteigen und mich erneut auf die Probe zu stellen. Die schmale Straße bezeichne ich lieber als Streifen. Links des Streifens sind überhängende Felsen, die sich steil in den Himmel bohren. Rechts des Streifens geht die Klippe ab - 200 Meter? 300 Meter? Ich schaue lieber nicht nach - die Weite der Sicht sagt mir schon zu viel.
Der Camper quält sich tapfer mit mir die Straße entlang bis zur Spitze und dann ebenso tapfer wieder nach unten. Je näher das Tal rückt, desto bewohnter wird es, bis schließlich ein Ausläufer von Wellington erreicht ist und es endgültig urban zugeht.

Das Camp für die nächsten beiden Tage wird auf einem Luxus-Platz aufgeschlagen und sofort werden zwei Waschmaschinen besetzt. Die Einkünfte aus der Linken (in pink) gehen der Brustkrebsforschung zu. Da zahle ich auch gern die 4 NZ$ pro Wäsche (Waschmittel inklusive).

Waschmaschinen auf dem Campingplatz in Wellington
Waschmaschinen auf dem Campingplatz in Wellington

Auch die Küche kann sich echt sehen lassen.

Küche auf dem Campingplatz in Wellington
Küche auf dem Campingplatz in Wellington

 

Mal sehen, was morgen in Wellington passiert...