Gestern Abend gab es noch einen wirchtigen Eventpunkt: FERGBurger!
Nach dem Anstehen von etwa 20 Minuten kommt noch Mal 20 Minuten Wartezeit hinzu, bis man bedient wird. Damit sind wir eigentlich ganz gut dran gewesen. Mittags wartet man gern mehr als eine Stunde auf sein Essen. Ja... so überlaufen ist das. Die Küche ist klein, aber voller Leute, die echt schuften. Da kann man zuschauen und weiß einfach, dass es an den Bestellungen liegt, nicht am Personal.
Das Ergebnis der Warterei war aber grandios. Bombastisch. Phänomenal. Aber ich möchte es nicht zu sehr loben. ;-)
Also ganz klares Votum: Wer in Neuseeland ist, MUSS zum Ferg. Es gibt auch vegetarische Burger. Keiner Ahnung, ob die jemand mag, aber die sind vom Ferg.

Heute stand einer der wichtigsten Punkte auf der ToDo-Liste: Kiwi-Vögel anschauen. In Queenstown gibt es das s.g. "Kiwi & Birdlife Sanctuary" wo man nicht nur lebende Kiwis beobachten kann, sondern auch ganz viele andere Vögel, die es in NZ früher in Massen gab und heute leider fast nur noch in kleinen Abschnitten gibt.
Es gab mal Millionen von Kiwis, heute gibt es noch 75.000 und das nur, weil man massive Programme gestartet hat um die Population zu retten. Die wichtigsten Gegner der Kiwis sind Opossums und Stouts (kleine Nager, ähnlich der Wiesel), die von den Siedlern eingeschleppt wurde und dank fehlender natürlicher Feinde eine explosionsartige Verbreitung gefunden haben. Diese Feinde werden nun seit einigen Jahren massiv bekämpft um den Kiwis eine kleine Chance zu geben. Dies reicht aktuell dazu, einem Küken in freier Wildbahn eine Überlebenschance von FÜNF Prozent zu geben. Da ein Kiwi-Weibchen pro Jahr ein oder maximal zwei Eier legt, ist klar wie gering diese Chance ist.
Um das Ganze zu verbessern gibt es ein staatlich organisiertes Zuchtprogramm. Dabei werden genetische Fingerabdrücke aller 100 in Gefangenschaft lebender Kiwis verglichen und passende Pärchen gebildet. Da Kiwis lebenslang treu sind bleibt es bei diesen Verbindungen.

Das Zentrum in Queenstown beteiligt sich an diesem Programm, ist aber vollständig von den erzielten Einnahmen abhängig. Im Gegensatz zu Deutschland wird dieser Zoo also nicht bezuschusst. Dementsprechend fallen auch die Preise aus: 43 NZ$ pro Person Eintritt.

Dafür bekommt man aber vier Mal am Tag die Chance Kiwis beim Fressen zu beobachten. Da die Tiere nachtaktiv sind laufen die Uhren im Kiwi-Haus anders. Europäisch.
Dadurch kann man am neuseeländischen Tage zuschauen, wie die Kiwis im Schein einer roten Lampe (rot sehen Kiwis nicht) im Boden picken und graben. Fotos und Videos darf man hier leider nicht machen. Ich kann aber sagen, dass die Tiere unglaublich putzig ausschauen, auch wenn sie wesentlich größer sind, als ich früher dachte.

Ein erwachsener North Island Brown Kiwi hat etwa die Körpermasse eines deutschen Haushuhns. Nur, dass die Beine länger sind und ein ewig langer, spitzer gelber Schnabel am vorderen Ende ist.

Ich LIEBE Kiwis. Ganz, ganz tolle Tierchen und ich freue mich den Park zu unterstützen. Auch die s.g. Conservation Show sollte man sich anschauenk, z.B. 11 Uhr Vormittags.

Nach dem Besuch im Zoo gibt es heute noch eine Station in Queenstown und es dreht sich schon wieder um Essen: Bombai Palace stand im Internet mit guten Kritiken und ich bestelle Dinge, die es laut Karte nicht gibt: Aloo Matter und Paneer Jalfrezie. Dazu ein Plain Naan und ein Garlic Naan.
Sehr lecker, sehr zu empfehlen!

Nun liegt das hektische Queenstown hinter mir und es geht hinauf in die Berge an den Moke Lake. Seit letztem Mal hat sich hier Einiges verändert, aber das Panorama bleibt ergreifend schön und ich parke den Camper in einer kleinen Bucht zwischen den Dornenbüschen und genieße hier etwas Ruhe. Wunderbar.

Blick über den Moke Lake
Blick über den Moke Lake