Das letzte Wochenende hat mich mit musikalischen Eindrücken überschüttet.


Am Samstag durfte ich "The Jailbirds" in Weil im Schönbuch lauschen - der Hobbyband eines Ex-Kollegen.


Am Sonntag wurde am Abend bei einem Spaziergang in Stuttgart von einem Open-Air Konzert eines aufstrebenden Soulsängers überrascht und...


Am Montag war ich bei Barbara Schöneberger im Theaterhaus am Pragsattel im Konzert. 



Wie die einzelnen Shows waren und wie ich es fand könnt ihr im ausführlichen Teil des Artikels nachlesen.



Da mich ein Ex-Kollege von einiger Zeit per E-Mail mit einem Flyer versorgt hatte, habe wir uns am Samstag auf den weiten Wegs ins schöne, schwäbische "Weil im Schönbuch" gemacht. Der Ort war dank Map24 nicht schwer zu finden, die Sporthalle, wo der Gig stattfinden sollte schon.


Kurzum - eine nette italienische Familie konnte uns helfen und wir haben bei unserer Ankunft auch gleich Jo getroffen. Die Band in welcher er Saxophon und Gitarre spielt heißt "The Jailbirds" (nicht zu verwechseln mit jenen Vögeln aus Dinslaken - diese Gruppierung hier stammt aus Holzgerlingen Surprised).
Die Musik besteht zumeist aus bekannten Songs früherer Zeiten und besonders im Ohr gelegen hat mir "Son of a preacherman". Durchweg war es Musik zum mitwippen, mitsingen und mitfreuen. Sowohl meine Freundin als auch ich waren begeistert und die kleinen Patzer haben uns wenig gestört - es war ja auch erst der zweite Auftritt in aktueller Besetzung und dafür wirklich gut.


Leider konnten wir nur den ersten Teil des Auftritts erleben, die Pause bis zum zweiten Teil wäre für uns zu lang geworden. 


 




Am Sonntag sind wir dann nichts ahnend durch die Stuttgarter Innenstadt gelaufen um noch einen Cocktail im Meyer's zu trinken und wurden von Open Air Musik am Rathaus überrascht. Dort stand der RedBull Tourbus und oben drauf sang Fetsum feinsten Soul.


 


Mit ihm saßen ein Mal Percussions und ein Mal Keyboard auf dem Dach des Busses und über ihnen dann nur noch ein Stoffsegel im leichten Wind.


Da es angenehm warm war blieben wir zwischen der kleinen Menschenmenge (ich sag mal 40 Leute) stehen, die sich um die aufgebaute Bar gesammelt hatte und hörten und ein paar seiner Songs an.


Der Mann kann was! Die Mischung aus Soul und Reagge hat mich durchaus angesprochen auch wenn ich die CD nicht unbedingt kaufen muss. Wer sich selbst überzeugen will, muss nur mal clicken und hört auf der MySpace-Seite von Fetsum einen Song gratis. Den hat er auch live gespielt und da klang es sogar noch schöner.


(Den Cocktail haben wir uns dann nach dem Auftritt noch genehmigt...)




Der dritte Teil des musikalischen Trios bestand aus Barbara Schöneberger die ihr Abschlusskonzert in Stuttgart gab. Ich gehöre zu jenen, die sich praktisch keine Meinung über Frau Schöneberger erlauben, auch wenn das gerade nicht in Mode zu sein scheint.


Ich bin also ziemlich unbefangen in Theaterhaus gegangen und wurde sehr positiv überrascht. Ihre Show bestand aus eigenen Songs und wenig bekannten Songs aus dem Anfang des letzten Jahrhunderts. Durchgängig als Chanson gehalten ist ihr Stil nicht so ganz der Meinige, aber Selbstironie und Witz machen bei mir vieles wieder gut.


Zwischen den Songs hat sie dann auch eine Menge Witze auf eigene und fremde Kosten gerissen. Sie hat natürlich kräftig über ihre Zeit beim Fernsehen erzählt und gemeint, sie wolle die Rückkehr zu Pro7 noch etwas herauszögern. Darum hat das Publikum auch eine Zugabe von zwei Liedern bekommen.


Und da wir immernoch nicht genug hatten, ist der Großteil der Leute einfach stehen geblieben und hat weiter geklatscht, als die 18-köpfige Band Frau Schöneberger schon gefolgt war. Also mussten alle nochmals auf die Bühne und sich verbeugen.


Ich glaube durchaus, dass es ein schöner Abschluss für die erste Tournee war und wir sind uns einig, dass wir intensiv über Karten für die nächste Tour nachdenken - im Mai in der Liederhalle.