In den letzten Wochen habe ich ein Spiel für mich wiederentdeckt, über das ich schon geschrieben habe (Betaerfahrungen, Fazit Beta) - Star Trek Online.

Nachdem ich mich jetzt eine ganze Reihe von Missionen durch die Storyline gekämpft habe, muss ich sagen, dass sich das Spiel mit den Dominion-Missionen stark verbessert hat. Nicht nur die Grafik ist ansprechender - auch Sprachausgabe und Zwischenscenen sorgen dafür, dass noch mehr das Gefühl einer Fernsehserie aufkommt. Ich fühle mich deutlich im Star Trek Universum angekommen.

Das ganze Universum ist mittlerweile voll von Erwähnungen, Anspielungen und Erinnerungen an über 30 Jahre Star Trek. Man findet alles von Bajoranischem Springwine bis zu Jem'Hadar Shroud Technologie.

[Update]Ihr könnt das Spiel kostenfrei herunterladen und spielen (www.startrekonline.com). Bezahlen kann man für Vorteile - mehr Platz im Inventar, Extra-Charaktere oder hübschere Schiffe. Die Preise sind zum Teil heftig und man sollte sich das gut überlegen. Auf der anderen Seite müssen die ja auch irgendwie ihr Geld verdienen.[/Update]

Image of ships existing Bajoran wormhole

Schiffe verlassen das bajoranische Wurmloch

Bajoranische Stadt

Blick auf die Stele einer bajoranischen Stadt


WeltraumschlachtEin Kampf im Weltraum - mein Schiff im Vordergrund auf dem Weg zum Sieg

Gespräche mit NPCs

Bei Gesprächen wird ein Bild eingeblendet - manchmal gibt es sogar Sprachausgabe. Man darf Antworten wählen und so die Geschichte beeinflussen.

Nachdem ich zuletzt aktuelle Spiele von Steam präsentiert habe, komme ich heute Mal wieder zu einem alten Schatz: Ascendancy von The Logic Factory.

Startbildschirm

 

Sternenkarte

 

Das Spiel aus dem Jahr 1995 ist in einem Atemzug mit Master of Orion und Outpost zu nennen. Es bringt für jene Zeit großartige Grafiken mit und macht auch nach über 15 Jahren noch Spaß.

Ich habe es ausgegraben, da ich wenig Speicherplatz auf meinem Linux-Stick (Ubuntu 11.04 direkt auf dem Stick installiert) übrig habe und nie weiß, wie viel Power der Rechner hat.

Als besonders interessant empfand ich auch vor Jahren schon den Forschungsbaum... und die Möglichkeiten ihn auszutricksen. Eine Spezies darf alle hundert Züge einfach die aktuelle Forschung abschließen. Auf der anderen Seite gibt es auf vielen Planeten Ruinen alter, untergegangener Zivilisationen, die wertvolle Technologien abwerfen.

Techtree Ascendancy

Etwas nervig ist der Ausbau der Planeten. Zum Einen gibt es unzählige Gebäude (die Meisten nutzlos), zum Anderen muss ich auf jedem Planeten jeden Ausbau selbst vornehmen. Das wird bei der Anzahl von Planeten nach kurzer Zeit nervig.

Es gibt darüber hinaus Diplomatie und einiges Anderes. Das habe ich aber immer ignoriert.

Planenten-Ausbau Ascendancy

 

Diplomatie

 

Zuletzt gibt es noch die Raumkämpfe. Die sind nicht sonderlich spannend, da es am Ende immer auf Dutzende und Hunderte Schiffe gegeneinander hinausläuft. Und das wieder im Rundenmodus selbst steuern zu müssen, ist recht nervig.

Trotzdem ist das Spiel es Wert ausgekramt und gespielt zu werden. Und wer es neumodisch mag: Logic Factory hat Ascendancy in eine iPhone-App gepackt...

Letzte Woche wurde ich im Steam-Store mal wieder schwach. Man muss ja etwas aufpassen, was die Preise bei Steam angeht - nicht nur im Vergleich zum Ladenpreis sieht es dort manchmal schlecht aus, auch zwischen unterschiedlichen Regionen kann es deutliche Unterschiede geben, wie die Website Steamprices.com beweist.


Trotzdem - ich bin schwach geworden und habe für unschlagbare sechs Euro ein Spiel erworben.


hoard start screen
Hoard - erst testen dann kaufen


Zuerst habe ich die kostenlose Demo gespielt und mich in das Kleinod verliebt.


Die Demo erlaubt es, das Tutorial zu spielen, welches in etwa fünf Minuten vermittelt, wie man das Spiel bestreitet und welche Aufgabe man hat.


Im Wesentlichen geht es darum als Drache zu tun, was man als Drache so tut:



  • Häuser anzünden

  • Felder anzünden

  • Städte anzünden

  • Burgen anzünden

  • Ritter anzünden

  • Prinzessinen anzünden ähh rauben


Und jedes Mal bekommt man Gold, dass man in seinen Hort (englisch Hoard) bringen muss. Das Ganze findet in der Vogelperspektive statt und man steuert seinen Lindwurm mit den altbekannten W-S-A-D Tasten. Dazu kommt noch die Maus und die Leertaste für Upgrades.


hoard-dragon-at-night
Die Grafik haut mich dabei zwar nicht um, ist aber liebevoll gestaltet und entsprechend der Geschwindigkeit des Spiels eher schnörkellos.


Die Vollversion von Hoard


Da es in der Vollversion des Spiel jede Menge Karten und vier unterschiedliche Spielmodi plus Multiplayer gibt, glaube ich, mit der Investition sehr richtig gelegen zu haben. Da wäre der klassische Modus "Schatz" - hier geht es mit Zeitlimit darum, möglichst viel Gold zu horten. Beim Modus "Prinzessinenbalz" geht es nur darum, möglichst viele Prinzessinen zu verschleppen und dick Lösegeld zu kassieren. Beim Modus "Hoard" wiederum gibt es keinen solchen um sich zu regenerieren und lästige Brandpfeile aus dem Panzer zu ziehen - hier muss man einfach möglichst lange am Leben bleiben. Der vierte Modus ist "Koop". Wie der Name dem erfahrenen Spieler schon sagt, geht es hierbei darum, gemeinsam mit anderen Drachen Angst und Schrecken zu verbreiten. Tolle Sache!


Dabei sollte man übrigens nicht alles wegbrennen, was sich in den Weg stellt, denn je stärker die Gegner werden, desto reicher ist auch die Belohnung - wenn die Siedlung gewachsen ist, kann sie halt mehr Tribut entrichten!


Wie viel da so los sein kann, sieht man auf dem letzten Bild. Von mir jedenfalls eine ganz dicke Empfehlung für Hoard.


hoard dragon upgrade and tribute carts

... ich steck in der Zwickmühle. Nach dem ersten Kommentar zum Spiel hab ich ja weiter gemacht....
Gerade die letzten Paar Stunden, die ich spielen konnte, wurde es wirklich nett. Die Missionen haben gezeigt, dass sie einfallsreich sind und trotz der eingeschränkten Steuerung Herausforderungen bieten.
Durch viele Kleinigkeiten kam auch so langsam aber sicher das Gefühl auf, echte Star Trek Kenner auf der anderen Seite des Source Codes zu haben.
Das zeigt sich bei der Erschaffung des Charakters (Orioner sind verführerisch) und bei den Gegenständen, die man so findet (Vulkanische Suppe oder lieber Ferengi-Würmer?). Außerdem ist das Universum bevölkert von Nachfahren alter Bekannter - Kirayoshi O'Brien fragte mich nach einem Jamja-Stick von DS9 - falls ich da mal vorbei komme.

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Das ist alles so toll. Dummerweise gibt es noch jede Menge zu tun und ich weiß nicht, ob mir das Spiel auf lange Sicht Spaß machen würde. Es kam gar kein Gemeinschaftsgefühl auf - es waren eher die unendlichen Weiten und der FabGuy mit seiner Computer-Crew. Ziemlich einsam.

Wenn es eine Garantie gäbe, wie lang das Spiel betrieben würde, wäre ich sogar versucht so ein Lifetime-Abo zu kaufen (über 200 Euro!), aber ich habe zu oft erlebt, wie Spiele vom Hersteller schnell fallen gelassen wurden.