In letzter Zeit habe ich das Erstwerk von Jushua Ferris gelesen. Es trägt den Titel "Wir waren unsterblich" und erzählt Geschichten aus einem Büro.

Das Buch beschäftigt sich mit dem Mikrokosmos des Büro und der dominanten Fauna: der Büromensch.
In vielen kleinen Geschichten, die kompliziert miteinander verwoben sind, erzählt Ferris, wie man sich im Alltag austauscht, wie lästig die Arbeit ist und wie wenig man darauf verzichten kann, hin zu gehen um sich gut (oder zumindest überhaupt) zu unterhalten.

Der eigensinnige Humor, der immer zwischen Zynismus, Sarkasmus und einfacher Schadenfreude schwankt durchzieht das gesamte Buch und muss nur stellenweise einer bedrückender Traurigkeit oder echter Bestürzung weichen.

Ich kann das Buch all jenen ans Herz legen, die mindestens zwei Jahre in einem Büro gearbeitet haben (vorzugsweise Großraum oder Cubicles) und sich über die vielen verschiedenen Charaktere an den Schreibtischen gewundert haben.